Zu keiner Zeit des Jahres sind wir so offen füreinander, wie am Altjahresabend und zu Neujahr.
In ihrem Buch The Top Five Regrets of the Dying, das in 27 Sprachen übersetzt wurde, benennt Ronnie Ware, eine Mitarbeiterin in einem Palliativzentrum in Australien, „fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.
Spannungslos und fast schon neben bei erzählt das Matthäusevangelium, von der Schwangerschaft Marias und der Geburt Jesu.
Die Bäume haben die Blätter abgeworfen und geben den Blick frei auf das Geäst, die Natur liegt da wie im Schlaf, vieles ist wie abgestorben. Auch in unserem Leben gibt es solche Phasen.
Ein Mann klopf an die Zimmertür seines Sohnes und ruft:“ Jim, wach auf!“
In Dostojewskis Roman „Die Brüder Karamasoff“ heißt es – an Jesus gerichtet: Hättest du Krone und Schwert genommen, so hätten sich dir alle freudig unterworfen.
Zerbrechlichkeit von Leben und seinen Bindungen. Lebensträume zerplatzt, Ansprüche des Alltags kaum zu ertragen, Nähe eines lieben Menschen verspielt. Die kleinen und großen Erschütterungen des Lebens - das Evangelium Jesu verschweigt sie nicht.
Im 17. Jahrhundert hat der Dichter Savinien Cyrano de Bergerac den Glauben an die Auferstehung der Toten ad absurdum zu führen versucht: Was wäre, fragte er, wenn ein Übeltäter als Kannibale einen Frommen verspeiste?
Da bemüht sich einer sein Leben lang um seinen Glauben. Ist engagiert und gewissenhaft.